Do. 04.12.25 / 19:00 Uhr

Veranstaltungsort: Jüdisches Museum Frankfurt, Bertha-Pappenheim-Platz 1, 60311 Frankfurt am Main
Als Ludwig Meidner 1953 aus dem Exil nach Deutschland zurückkehrte, war es still um ihn geworden. Da auch sein 100. Geburtstag 1984 beinahe unbeachtet vorüberging, gründetet sich die Ludwig Meidner Gesellschaft, um dem Werk des Künstlers mehr Aufmerksamkeit zu verschaffen. Nachdem sie dies über mehrere Jahrzehnte erfolgreich getan hat, löst sie sich nun auf. Aus diesem Anlass werfen wir einen Blick auf die Ausstellungs-und Rezeptionsgeschichte eines vielseitigen Künstlers, der bis heute weithin vor allem als Expressionist wahrgenommen wird.
Nach einem kurzen Fernsehfilm über Meidner (aus dem Jahr 1984) folgt eine szenische Lesung von Texten des Künstlers durch den Schauspieler und Regisseur Stéphane Bittoun. Im Anschluss sprechen Dr. Julia Voss, Katrin von Plottnitz und Erik Riedel über die Nachwirkungen der Verfemung jüdischer Künstlerinnen und Künstler durch die Nationalsozialisten.
Dr. Julia Voss ist Co-Kuratorin der Ausstellung „documenta. Politik und Kunst“, welche die personellen Kontinuitäten im Kunstbetrieb der Nachkriegszeit thematisiert hat. Katrin von Plottnitz hat sich als Vorsitzende der Ludwig Meidner Gesellschaft für die Wiederentdeckung des Künstlers eingesetzt.
Erik Riedel betreut am Ludwig-Meidner-Archiv des Jüdischen Museums Frankfurt den bildnerischen Nachlass des Künstlers.
Der Eintritt ist kostenfrei. Wir bitten um Anmeldung an veranstaltungen.jmf@stadt-frankfurt.de
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