Harmlose Sprachgewalt?

Lehrerfortbildung am 7. März im Museum Judengasse

Wie harmlos ist Sprachgewalt?
Wie harmlos ist Sprachgewalt?

Was tun, wenn man zwei Schüler hört, die sich „Ey, du schwuler Jude!“ entgegenbrüllen? Wie verhält man sich, wenn im Klassenzimmer eine Streiterei beginnt mit: „Du blöder Spast, bist du behindert oder was?“ Wie reagiert man, wenn eine Schülerin eine andere mit den Worten „Geh aus meinem Kino, du Untermensch“ angiftet? Soll man überhaupt reagieren oder handelt es sich hier „nur“ um Formen jugendlichen Sprechens, die auf überspitzte Provokationen setzen, um maximale Aufmerksamkeit bei den Angesprochenen und allen anderen Zuhörern zu erregen?

Diese Fragen stehen im Mittelpunkt der Veranstaltung, die sich mit Formen jugendlichen Sprechens beschäftigt. Dabei werden sowohl das kreative Potenzial der „Jugendsprache“ als auch Aspekte verbaler Provokation und aggressiver Sprache thematisiert. Nach einer kurzen Einführung in sprachwissenschaftliche Positionen in Bezug auf die „Jugendsprache“ wird eine konkrete Unterrichtsreihe aus dem Deutschunterricht für Schülerinnen und Schüler ab Jahrgangsstufe 8 vorgestellt. Die Reihe ist aber nicht nur für den Deutschunterricht interessant. Sie kann auch als Projekt bearbeitet oder in Kooperation mit gesellschaftswissenschaftlichen Fächern unterrichtet werden.

Donnerstag, 7. März 2019, 14.30–17.00 Uhr
Museum Judengasse, Battonnstr. 47, Frankfurt am Main
Referentin: Aline Gros
Leitung/Anmeldung: manfred.levy@stadt-frankfurt.de