Verschwörungsmythen und Antisemitismus

Gespräch anlässlich des Anne Frank Tags 2020

Mo. 15.06.20 / 16:00 Uhr

Veranstaltungsort: Liveübertragung im Internet, Youtube, www.bs-anne-frank.de

Gespräch mit Prof. Michael Butter (Literatur- und Kulturwissenschaftler, Universität Tübingen), Veronika Kracher (Soziologin und Journalistin) und Tom Uhlig (Psychologe, Bildungsstätte Anne Frank); Moderation: Anne Baier (Hessischer Rundfunk).

Der Corona-Virus nichts weiter als ein Hoax? Die Corona-Maßnahmen ein von dunklen Mächten geplanter Schritt in die globale Diktatur? Die Einschränkungen infolge der Corona-Pandemie werden weltweit gelockert, die Verschwörungsmythen nehmen zu. Mit ihrer Tendenz zu einfachen Erklärungen und Schuldzuweisungen knüpfen sie an antisemitische Weltbilder an. Neben offen judenfeindlichen Äußerungen auf den sogenannten Hygienedemos und systematischen Verunglimpfungen von Bill Gates, dienen die derzeitigen Proteste auch  der politischen Mobilisierung. Dabei kommt es immer wieder zu geschichtsrevisionistischen Äußerungen, etwa indem sich Impfgegner*innen mit angesteckten "Judensternen" als Opfer systematischer Verfolgung stilisieren. Die Gesprächsveranstaltung zu Beginn des Anne Frank Tags geht diesem Zusammenhang von Verschwörungsdenken, Antisemitismus und rechten Mobilisierungsstrategien nach – und thematisiert, was man all dem entgegensetzen kann. 

Das Gespräch wird live im Internet übertragen. Alle Inforomationen hierzu und zum Programm des Anne Franktags finden Sie hier (PDF).

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