Museum in Bewegung

Sportangebote in Kooperation mit Makkabi Frankfurt e.V.

Das Jüdische Museum Frankfurt versteht sich als ein Ort, der Dinge und Menschen in Bewegung bringt. Gemeinsam mit dem jüdischen Turn- und Sportverein Makkabi Frankfurt e.V. haben wir Sportangebote für unsere Besucher*innen entwickelt, um zusammen Haltung zu zeigen.

Während die inhaltlichen Impulse der Vermittlungsangebote am Museum den Geist in Bewegung bringen, überträgt unser neues Yoga- und Feldenkrais-Programm die Beweglichkeit des Geistes auf den Körper.

Haltung zeigen mit Yoga und Feldenkrais

Jeden Mittwochabend und Freitagmorgen öffnet das Museum seine Türen für praktizierende Yogis und Yoginis sowie solche, die es werden wollen. Dass die fernöstliche Meditations- und Bewegungslehre dabei keinen Widerspruch zur jüdischen Philosophie darstellt, zeigt ein Blick in den Kosmos des jüdischen Yogas.

Jüdisches Yoga

Yoga im neuen Jüdischen Museum Frankfurt
Yoga im neuen Jüdischen Museum Frankfurt

Ob Alef-Bet-Yoga, Tora-Yoga, Ophanim- oder Kabbala-Yoga: Die Bandbreite jüdischer Yogapraktiken ist groß. Was die verschiedenen Strömungen dieser Philosophie jedoch eint, ist ihr Bezug auf das hebräische Alphabet und die Orientierung zahlreicher Asanas an der Form hebräischer Lettern. Sequenzen, deren Übungen hebräische Begriffe, Buchstabenabfolgen und sogar Gebete aufgreifen, sind daher keine Seltenheit. Mit der Bewegung des Körpers, so die Vorstellung, werden die Buchstaben lebendig und entfalten ihre spirituelle Bedeutung. Die transzendente Bedeutungsebene der hebräischen Sprache leitet sich aus einer mystischen Strömung innerhalb des Judentums ab – der Kabbala.

Feldenkrais: Bewusstheit durch Bewegung

Dass das Zusammenspiel von Atmung, Meditation und zu einem neuen Bewusstsein und der Harmonisierung von Körper und Geist führt, kennen Yoga-Praktizierende aus ihrer Praxis. Die Schulung der eigenen Körperwahrnehmung zählt jedoch auch zu den Grundpfeilern der Methode von Moshé Feldenkrais.

Feldenkrais entwickelte ein pädagogisches Konzept des Lernens durch Selbstbeobachtung und Veränderung von Bewegung, wobei langsam und ruhig ausgeführte Bewegungsabfolgen aufeinander aufbauen und zum Ausprobieren, Wahrnehmen und Lernen einladen.

Während in der jüdischen Yoga-Praxis das Element der Sprache von zentraler Bedeutung ist und eine Bewegung vorgibt, rückt Sprache in der Feldenkrais-Methode in den Hintergrund und macht die Bühne frei für die individuelle Arbeit mit dem Körper und seinen ganz eigenen Vokabeln. Die Feldenkrais-Übungen zielen darauf ab, die Semantik des eigenen Körpers bewusst wahrzunehmen und dabei mehr über sich und die eigene Haltung zu erfahren.

Und genau an dieser Stelle schließt sich der Kreis. Denn auch als Museum zeigen wir Haltung und stehen für Transparenz und Zugänglichkeit, für kreativen und konzeptionellen Freiraum, aber auch für Vielfalt, Respekt und interkulturelle Verständigung.

Bleiben Sie mit uns in Bewegung und entdecken Sie das vielfältige Programm in Kooperation mit Makkabi-Frankfurt!

Termine

Mittwochs, 18-19 Uhr:

  • Feldenkrais (im Saal)
  • Yoga für Anfänger (im Satellit, dem Vermittlungsraum zur weiblichen Seite Gottes)

Freitags, 8:00-9:00 Uhr:

  • Yoga für Fortgeschritten (im Saal)

Sicherheit in Corona-Zeiten

Ihre Sicherheit liegt uns am Herzen. Aufgrund der aktuellen Hygienemaßnahmen bitten wir daher alle Teilnehmenden darum, eine eigene Yoga-Unterlage mitzubringen.

Die Teilnehmenden-Zahl ist begrenzt. Die Anmeldung erfolgt über die Website von Makkabi Frankfurt:
Anmeldung Yoga-Kurs
Anmeldung Feldenkrais-Kurs