Pessach Haggada aus Frankfurt, zu sehen im Museum Judengasse

Frankfurter Pessach-Haggada

Feierordnung für Pessach

Die Haggada (hebr. Erzählung) ist eine Sammlung von Bibeltexten, religiösen Dichtungen, Liedern und rituellen Vorschriften zum Pessachfest. Das Buch wird an den ersten beiden Festabenden während einer zeremoniellen Mahlzeit (Seder) vorgetragen, die symbolisch die letzte Mahlzeit der Israeliten vor ihrem Auszug aus Ägypten nachfeiert.

Die frühesten illustrierten Haggada-Handschriften erscheinen in Westeuropa im 13. Jahrhundert, der Kernbestand des Textes wurde jedoch schon im 9. Jahrhundert von babylonischen Gelehrten festgelegt.

Dieses Exemplar wurde 1731 von Jakob Michael May für seine Eltern nach dem Vorbild der in Amsterdam gedruckten Haggadot mit der Hand geschrieben und illustriert. Der Schreiber entstammte einer angesehenen Hofjudenfamilie aus Innsbruck, die im 18. Jahrhundert in verschiedenen Städten Süddeutschlands hohe Positionen bei Hofe und in den jüdischen Gemeinden innehatte.

Ein komplettes Digitalisat der Haggada finden Sie auf der Website Yahad.net.