Im Gespräch über Museen

Unser Kartenset "museum. get in touch"

Wie funktioniert ein Museum? Wer arbeitet dort? Und welche Barrieren gibt es? Das Kartenset "museum. get in touch" lädt ein, den Museumsbesuch in der einer Gruppe oder Schulklasse zu reflektieren, vorzubereiten oder Objekte unter neuen Aspekten unter die Lupe zu nehmen.

Aufbau und Idee

Anhand von 30 Karten werden verschiedene Begriffe rund um die Museumswelt, deren Bedingungen und Barrieren dargestellt. Veranschaulicht sind sie mit Illustrationen von Seda Demiriz. Auf der Rückseite jeder Karte befindet sich einen kurzen glossarischen Text und Fragen, die der eigenen Reflexion und dem Weiterdenken dienen. Je nach Auswahl der Karten und der gewählten Situation mit der Gruppe können sich anhand der Karten ganz unterschiedliche Gespräche und Zugänge mit den Gruppen und Klassen entwickeln.

Anwendungsbeispiele

Foto unseres Kartensets "museum. get in touch". Mehrere Karten liegen auf dem Boden. Mit buntem Tape sind Beziehungen und Fragen zwischen den Karten gezeigt.
In welchen Beziehungen stehen einzelne Akteur*innen und Gegenstände eines Museums zueinander? Den Verbindungen zwischen den Karten sind keine Grenzen gesetzt.

Die Begriffe auf den Karten lassen sich in vier Bereiche unterteilen: Museumsbedingungen, Museum als System, Museumsbarrieren und Wie entsteht die Perspektive? Je nach gewünschtem Schwerpunkt des Museumsbesuchs die Karten und Begriffe unterschiedlich zusammengesetzt. Um beispielsweise das Museum mit seinen Akteur*innen zu verstehen, werden die Karten zum Themenfeld Museum als System (Liste im Booklet) ausgewählt. In Kleingruppen suchen die Teilnehmer*innen sich eine Karte aus, machen sich mit dem Begriff darauf vertraut. Was ist ein*e Kurator*in und welche Aufgaben hat er*sie? Anschließend legen die Gruppen ihre jeweiligen Karten in Beziehung zu einander: Was haben Kurator*innen mit Vitrinen zu tun? Welches Wissen benötigen sie? Wie entsteht überhaupt eine Ausstellung?

Fenja Fröhberg, Entwicklerin des Kartensets

Das Kartenset soll einen Beitrag dazu leisten, kulturelle Teilhabe zu ermöglichen, eigene Zugänge zu Museen zu finden und das Museum mit all seinen Funktionen als kulturelle Einrichtung kennenzulernen, zu reflektieren und zu dekonstruieren. Es dient als ein Einstieg in das Themenfeld und ist als Projekt ausdrücklich nicht abgeschlossen. Es kann und soll ergänzt, angepasst und verändert werden.

Ein niedrigschwelliger Zugang könnte so aussehen, dass sich die Kleingruppen eine Karte und ein für sie dazu passendes Objekt im Museum auszusuchen: Welches Objekt hat etwas mit Lautstärke zu tun? Wie hängt Bewegung mit Vitrinen zusammen? Welche Barriere kann Sprache oder Kleidung darstellen?

In dem Booklet zu den Karten werden weitere Anwendungsbeispiele vorgeschlagen. Das gesamte Set ist für den Einsatz in Gruppen mit Teilnehmer*innen ab 13 Jahren gedacht. Die glossarischen Texte sind verständlich verfasst und sind darauf ausgelegt, leicht Verknüpfungen zwischen den verschiedenen Karten herzustellen.

Wo kann ich das Kartenset erhalten?

Eine limitierte Version des Kartensets ist in gedruckter Form bei verschiedenen Anlässen im Jüdischen Museum erhältlich.

Wir stellen das Set außerdem zum kostenlosen Download zur Verfügung.

Hier finden Sie das Kartenset zum Download (PDF).

 

 

Es gibt zwei verschiedene Möglichkeiten zum Selbstdrucken der Karten:

  • Drucken Sie zwei Seiten auf ein Papier DIN A4 und falten Sie das Papier entlang der Linie um.
  • Drucken Sie auf DIN A5-Papier die Karten mit der Einstellung doppelseitig.

Begleitend zu den Karten gibt es eine Broschüre mit Vorschlägen für den Einsatz in Gruppen.

Download (PDF)

Wir freuen uns, wenn Sie Ihre Erfahrungen beim Einsatz unseres Kartensets mit uns teilen, per Email oder über Social Media-Kanäle Facebook und Instagram.

 

Das Kartenset entstand im Rahmen des lab.Bode-Volontariats von Fenja Fröhberg in der Zeit von Mai-Juli 2020. Die Gestaltung und Illustration schuf Seda Demiriz.

Gefördert durch: